Tagebuch unserer Nepal Reise -
Mount Everest Base Camp Trek 2005
von Doreen. Teilnehmer: David, Doreen, Kai und Britta
15.11./ 16.11.2005 Tag 0: Everest Base Camp Trek
17.11.2005 Tag 1: Katmandu – Nagarkote - Katmandu
18.11.2005 Tag 2: Katmandu – Lukla - Phakding
19.11.2005 Tag 3: Phakding – Namche Bazar
20.11.2005 Tag 4: Namche Bazar
21.11.2005 Tag 5: Namche Bazar – Tengboche
22.11.2005 Tag 6: Tengboche – Dingboche
26.11.2005 Tag 10: Lobuche - Dingboche
28.11.2005 Tag 12: Pangboche - Kumjung
29.11.2005 Tag 13: Kumjung – Namche Bazar
30.11.2005 Tag 14: Namche Bazar – Phakding
01.12.2005 Tag 15: Phakding – Lukla
15.11./ 16.11.2005 Frankfurt - Katmandu
Am Qatar Airways Stand ist eine riesige Schlange, so dass David und ich noch die letzten Erledigungen machen können, während die anderen beiden sich anstellen. Mit etwas Verspätung und rappelvoller Maschine starten wir gegen 11:40 Uhr nach Doha/Qatar. Leider gibt es kein in-seat Video in dem A-300, so dass das Unterhaltungsprogramm nur mäßig in Anspruch genommen wird. Das Lunch ist gut und reichlich. Wir sitzen zusammen in der Mitte. Den ein oder anderen Trekker können wir erspähen und auch das Borussia Dortmund Junior Team fliegt mit uns. In Doha landen wir gegen 19:30 Uhr. Es ist ein sehr kleiner, sprich überschaubarer Airport mit extra Bereich in Tempelform für den Scheich Abdul. Nach einmaligem Rundgang sind die Besonderheiten auch schon zur Gänze erfasst. Die Zeit bis 02:50 Uhr müssen wir uns mit Lesen, Burger essen, Kniffel spielen und dem einen oder anderen Nickerchen vertreiben. Der Flug von Doha nach Katmandu ist ebenfalls bis auf den letzen Platz gefüllt. Alles Montagearbeiter aus Nepal, die zu ihren Familien nach Hause fliegen. Ich schlafe sehr schnell ein und verschiebe das Frühstück auf später. Der Anblick aus dem Fenster links ist nach Sonnenaufgang fantastisch. Die weiße Bergkette des Himalayas erstreckt sich am Horizont und die „Großen“ kommen immer näher auf uns zu. Mit 5 Stunden und überraschenden 45 min wird der Zeitunterschied zu Deutschland angesagt.
Der Flughafen ist wieder sehr überschaubar und das Flughafengebäude selbst ist sehr spartanisch aus Holz. Dafür hält man die Formalitäten kurz und knapp und wir können zügig passieren. Britta erlangt für 3 USD noch zwei hässliche schwarz-weiße Passfotos für ihr Visum und durch sind wir samt 30 USD weniger in der Tasche. Unser Gepäck liegt bereits neben dem Gepäckband schön verpackt in den grauen Mülltüten, die wir in Frankfurt als Schutz übergezogen hatten. Vor der Tür wartet wie immer in solchen Zielen eine Flut an Taxifahrern, die ihr Geschäft des Tages machen wollen. Aber auf uns wartet ein kleiner exklusives Schild mit der erfreulichen Aufschrift „Ms. Doreen Wrobel“. Das ist also unser Busfahrer und Guide für die nächsten Tage in Katmandu. Schnell alles verstaut geht es in Richtung Zentrum zu unserem Hotel Radisson (in der Nähe von Thameln). Auf der Fahrt erklärt uns unser Guide Prakash bereits die ein oder andere Sehenswürdigkeit. Überall herrscht eifriges Gewusel auf Rikschas, Mofas, Tuk Tuks oder Kleinbussen. Auch Kühe und Hunde gehören zum stetigen Verkehrsbild. Im Hotel angekommen erwartet uns zu unserer Freude ein sehr elegantes Haus, in dem wir uns gerne eine erste Verschnaufpause gönnen. Aber nicht so lange, denn um 14:00 Uhr erwartet uns schon Prakash für eine erste Sightseeing Tour durch Katmandu. Frisch mit nepalesischen Rupien ausgerüstet (Tauschkurs: 1 Euro = 83 N Rupie) geht es zunächst in die Altstadt Katmandus. Wir beginnen unsere Tour am Durban Square und laufen den alten Karawanenweg von Tibet entlang. Die Tempel sind vorrangig aus Holz erbaut, so genanntem Sal-Holz, und mit aufwendigen Schnitzereien verziert. Die Luft ist Gott sei Dank nicht so schlecht wie z.B. in Bangkok, auch wenn ähnlich viel Betrieb auf den Straßen herrscht. Viele Männer tragen sehr schwere Lasten auf ihren Rücken. Hier und da springt auch ein neugieriger Affe zwischen den Menschen umher, auf der Lauer nach etwas Schmackhaftem. Unser Spaziergang dauert etwa 2 Stunden, dann fahren wir noch ein Stück höher nach Swoyambhunath. Hier befindet sich die berühmteste Stupa von Nepal. Unzählige Gebetsfähnchen wedeln im Wind und verleihen dem Ort neben Curry-Gerüchen und Affen eine ganz besondere mystische Atmosphäre. Von hier oben hat man einen fantastischen Blick auf Katmandu und die umliegenden Berge. Um 18:30 Uhr treffen wir Gereon, Mona und Alex, alle mit einem sozialen Projekt in Katmandu beschäftigt. Wir gehen köstlich in Thameln ins Thamel House essen. Man sitzt im Dachboden bei Kerzenschein auf Kissen und probiert eine nepalesische Köstlichkeit nach der anderen. Es ist sehr spannend von ihrem Leben und Projekten hier zu hören. Nach einem Absacker und köstlichem hausgemachten Kuchen in einer weiteren gemütlichen Open-Air Bar geht es heim. Genug für den ersten, schier endlosen Tag.
Gute Nacht!
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