Tag 10: Lobuche - Dingboche

26.11.2005 Lobuche - Dingboche

Um 06:30 Uhr wollen wir mit Britta und Kai frühstücken, um sie für ihren Weg zum Khala Pattar zu verabschieden. Sie fühlen sich fit und versprechen uns, kein Risiko einzugehen. Gegen 07:30 Uhr ziehen sie los mit Dandy und einem Sherpa-Porter. Wir bleiben mit Dorchy und Dorchy zurück In aller Seelenruhe packen wir und ziehen gegen 08:45 Uhr Richtung Dingboche los. Wir haben vereinbart, dass wir uns dort morgen Mittag mit den anderen treffen. Das Wetter ist wieder einmal sehr schön, wenn auch kalt auf dieser Höhe. In nur 2,5 Stunden sind wir in Dingboche. Unterwegs haben wir noch viele Bilder gemacht. Schließlich war der Weg für David teilweise gelöscht. Franziska und Jochen treffen wir auch auf unserem Weg. Sie hatten eine gute Zeit im Chumkung und Franzi war sogar bis auf 5.800m auf dem Chumkung Ri. Gegen 11:30 Uhr treffen wir in unserer bekannten Lodge „Valley View“ ein. Wir sind wieder im Leben zurück. Auf 4.450m ist es wesentlich wärmer und angenehmer. Unser Zimmer ist mollig warm durch die herein scheinende Sonne. David und ich genießen die Annehmlichkeiten in vollen Zügen. Dorchy hat uns Tee bestellt und zum Mittag ordern wir Tibetan Bread mit ei. Noch lange sitzen wir in der Sonne und genießen. Unser alt bekannter Ama Dablam erhebt sich wieder vor uns. Als David sich zum Mittagsschläfchen verabschiedet, unterhalte ich mich noch eine Weile mit Dorchy. So gut es geht, verständigen wir uns und tauschen die Adressen aus. Als ich später auch ins Zimmer gehe, schläft David glücklich und zufrieden. Leider hält diese Siuation nicht so lange an. Als ich eingemummelt in meinen Schlafsack ein gutes Stück meines Buches gelesen habe, wird David wach und klagt über ein Übelkeitsgefühl. Ich will ihm eine Cola von unten holen, in der Hoffnung, dass es ihm helfen wird. Als ich wieder hochkomme, hat er sich bereits in eine kleine gelbe Tüte entleert und würgt immer noch. Wie kann das bloß sein? Eben war doch noch alles ok? Er versucht wieder zu schlafen, aber es fröstelt ihn, wie ein kleiner Fieberanfall. Das Pech hört diesmal einfach nicht auf und man ist hier oben so hilflos. Das Abendessen fällt eher spartanisch aus. Ich esse eine Tomatensuppe und so viele gekochte Kartoffeln von Davids Teller wie möglich. Er hat überhaupt keinen Appetit und bekommt eher wieder ein Übelkeitsgefühl, wenn er einen Happen in den Mund nimmt. Wir bleiben noch eine Weile unten. David liegt ausgestreckt auf der Bank und fühlt sich elend. Es ist sehr ruhig in der Lodge. Die Geschäftigkeit der vergangenen Tage ist vorbei. Oben im Zimmer legt sich David hin und schläft zum Glück gleich ein. Was ein Tag? Ich lese weiter in meinem spannenden Buch. Irgendwann schlafe ich einfach ein. Gegen 23:30 Uhr ist David wach und geht auf Toilette. Er nimmt mir meine Stirnlampe ab, die mir noch im Gesicht hängt. Es scheint ihm schon wieder viel besser zu gehen, so dass ich beruhigt einschlafen kann. Meine letzten besorgten Worte waren wohl: „ Ich muss noch Zähne putzen“

 

Zimmertemperatur Nacht: 10 °C

 

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