Tag 14: Namche Bazar – Phakding

30.11.2005 Namche Bazar –  Phakding

Britta steht mit entsetzlichen Ohrenschmerzen auf, so dass wir nach dem Frühstück gleich das so genannte „Hospital“ über unserer Lodge aufsuchen. Was ein Anblick! Wieder gehen wir in einem unscheinbaren Haus über eine Holztreppe in das Obergeschoss. Hier weisen medizinische Zeichnungen und Plakate auf Aufklärung hin. Von einem Arzt ist aber keine Spur. Vielmehr öffnet uns ein Mann im „Besprechungszimmer“ den Medizinschrank und lässt uns selber nach 2etwas angemessenen für unser Problem“ suchen. Mann oh Mann – das sind Zustände! Britta ist fast erneut den Tränen nahe, weil sie hierin keine Hilfe sieht. Wir entschließen uns, zur Pharmazie im Stadtkern zu gehen. Die Dame dort hat wohl mehr Ahnung und kann Britta helfen. Gesagt, getan und Britta geht erleichtert mit Antibiotika und Ohrentropfen nach Haus. Wir schauen noch einmal rasch, ob Frau Abassi geantwortet hat und entdecken nur eine überraschende Abwesenheitsmail bis zum 02.12.. Mist, damit hat sich unser Vorhaben, früher heim zu fliegen, erledigt. Heute führt uns unser Weg wieder zurück nach Phakding. Noch einmal ist uns ein Abschiedsblick auf den Everest gegönnt und dann geht es schnurstracks runter. Über fünf Brücken und durch etliche kleine Dörfer, die wir schon auf der Hintour passiert haben. Gegen 14:30 Uhr erreichen wir Phakding und kehren in der Holiday Inn Lodge ein. Leider ist die Sonne rasch raus aus dem Tal, so dass es für uns „warm anziehen“ bedeutet. Nach einer kurzen Ruhepause beschließen wir, auf die Suche nach einem netten Plätzchen für einen Kaffee zu gehen. Im Hotel „Prince of Everest“ finden wir auch ein solches und schlagen so richtig zu. Pommes, Banana-Pie, Popcorn, Kaffe und Nepali Tee. Wir vertreiben uns nett die Zeit, immer im Hinterkopf, dass uns unsere Guides bestimmt schon suchen werden. So war es dann auch und als wir gegen 17:00 Uhr in unserer Lodge aufkreuzen, „erstrahlen“ sie. In der Zwischenzeit haben sie kräftig im Aufenthaltsraum bzw. Restaurant eingeheizt. Der Ofen glüht und wir scharen uns drum herum. Kurz vor dem Essen, welches wir für 19:00 Uhr festlegten, beschließen wir, noch eine Runde Billard zu spielen. Schließlich müssen wir noch trainieren, bevor wir morgen zum Finale „Nepal gegen Deutschland“ antreten. In der Lodge nebenan gibt es eine Bar mit zwei Billard- und einem Snookertisch. Zwei Runden spielen wir David und Doreen gegen Kai und einmal die beiden Männer gegen mich. Da keiner wirklich fitt ist, gehen beide Spiele sehr knapp aus. Dandy erspäht uns natürlich und unser heimliches Training fliegt auf. Nach dem Abendessen spielen wir noch unser Standardspielchen Kniffel, scherzen etwas mit den Sherpas rum und verabschieden uns für die vorletzte Nacht in den Bergen. Diesmal verzichte ich schon auf den Innenschlafsack Es ist warm geworden. Gute Nacht!

 

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